Fonds & ETFs
Nachhaltiger ETF-Sparplan: In fünf Schritten prüfen
Ein ETF-Sparplan kauft regelmäßig Fondsanteile. Ob daraus eine passende nachhaltige Geldanlage wird, hängt vom gewählten Index, von den Kosten und von Ihrem finanziellen Spielraum ab.
Mit KI-Unterstützung erstellt · Hinweise zu möglichen Fehlern und zur Nutzung
Ein Sparplan regelt den regelmäßigen Kauf. Er garantiert weder einen Gewinn noch eine bestimmte Umweltwirkung. Entscheidend bleiben die enthaltenen Anlagen und die Vertragsbedingungen.
In diesem Artikel
1. Eine tragbare Sparrate bestimmen
Beginnen Sie mit dem Betrag, der nach laufenden Ausgaben und notwendigen Rücklagen übrig bleibt. Eine Sparrate sollte auch in Monaten mit höheren Rechnungen realistisch sein. Schreiben Sie daneben, welches Ziel Sie verfolgen und wann Sie voraussichtlich Geld entnehmen möchten.
Ein Plan mit überschaubarer Rate kann leichter durchzuhalten sein als ein ambitionierter Betrag, der immer wieder zu Verkäufen zwingt. Das ist eine Frage der persönlichen Planung, keine Aussage über eine allgemein richtige Sparquote.
2. Den ETF statt nur den Sparplan auswählen
Die Sparplanfunktion ist lediglich der Kaufweg. Prüfen Sie separat, welche Unternehmen oder Anleihen der ETF enthält und wie sie ausgewählt werden. Nachhaltige Filter können Branchen ausschließen oder einzelne Unternehmen höher gewichten. Dadurch verändert sich auch die Verteilung der Risiken.
Vergleichen Sie Indexbeschreibung, aktuelle Zusammensetzung und Nachhaltigkeitsregeln. Unser Beitrag Nachhaltige ETFs auswählen erklärt diese Produktprüfung. Die Verbraucherzentrale beschreibt die grundlegenden Chancen und Risiken von ETFs.
3. Kaufkosten auf die Rate beziehen
Prüfen Sie Depotentgelt, Ausführungsgebühr und laufende Fondskosten. Eine kostenlose Sparplanausführung bedeutet nicht, dass der Fonds selbst keine Kosten hat. Achten Sie außerdem darauf, ob ein Preis dauerhaft gilt oder Teil einer Aktion ist.
Frei gewähltes Rechenbeispiel: Bei 50 Euro Sparrate entsprechen 1,50 Euro Ausführungsgebühr drei Prozent der Rate. Bei 150 Euro sind dieselben 1,50 Euro ein Prozent. Das zeigt nur die Wirkung einer festen Gebühr; daraus folgt keine pauschale Empfehlung für ein bestimmtes Kaufintervall.
4. Schwankungen einplanen
Bei gleichbleibender Rate kaufen Sie bei niedrigeren Kursen mehr und bei höheren Kursen weniger Anteile. Dieser Mechanismus verhindert Verluste nicht. Auch nach vielen Einzahlungen kann der Depotwert zeitweise oder zum benötigten Verkaufstermin unter der Summe Ihrer Einzahlungen liegen.
Notieren Sie vorab, wie Sie mit einer längeren schwachen Marktphase umgehen würden. Besonders wichtig ist, ob Sie dann Geld entnehmen müssten. Eine automatisch ausgeführte Order ersetzt keinen Plan für diesen Fall.
5. Flexibilität und Kontrolle klären
- Können Sie die Rate ändern, pausieren oder die Ausführung beenden?
- Welche Kosten entstehen bei einem späteren Verkauf?
- Wie werden Bruchstücke und Ausschüttungen behandelt?
- Wie erfahren Sie von Änderungen der Indexregeln?
Ein einfacher Prüftermin, etwa bei Veränderungen Ihrer Lebenssituation, hilft, Ziel und Produkt erneut abzugleichen. Bei Verträgen mit Versicherungs- oder Vermögensverwaltungsmantel müssen zusätzlich deren eigene Kosten und Bindungen geprüft werden. Dazu passt der Überblick zu Fondskosten.