Langfristig planen

Nachhaltige Altersvorsorge: Erst planen, dann Produkte prüfen

Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Auswahlkriterium für die Altersvorsorge. Zuerst sollte jedoch geklärt sein, welche Versorgung bereits vorhanden ist, welcher Bedarf entsteht und welche Bindung tragbar ist.

Herausgeber: Deutsch Marketing GmbH · Stand: · ca. 2 Minuten Lesezeit

Mit KI-Unterstützung erstellt · Hinweise zu möglichen Fehlern und zur Nutzung

Das Wichtigste

Beginnen Sie mit Ihrer Versorgungssituation und finanziellen Belastbarkeit. Prüfen Sie erst danach Produktform, Kosten und Nachhaltigkeitsregeln. Ein grünes Etikett ersetzt keine Vorsorgeplanung.

In diesem Artikel
  1. Vorhandene Ansprüche zusammentragen
  2. Zukünftigen Bedarf in Kaufkraft denken
  3. Vertragsform und Anlageinhalt auseinanderhalten
  4. Nachhaltigkeit langfristig nachvollziehbar halten
  5. Auch die Auszahlungsphase planen

Vorhandene Ansprüche zusammentragen

Sammeln Sie Ihre aktuelle Renteninformation, betriebliche Versorgungsunterlagen und Angaben zu bestehenden privaten Verträgen. Die Deutsche Rentenversicherung erläutert den Zweck der Renteninformation als Grundlage für die weitere Vorsorgeplanung.

Trennen Sie bereits erworbene Ansprüche von Hochrechnungen, die zusätzliche Beiträge oder bestimmte Entwicklungen voraussetzen. Notieren Sie außerdem, welche Angaben Bruttozahlungen darstellen und welche Abzüge bei einer späteren Auszahlung zu prüfen sind.

Zukünftigen Bedarf in Kaufkraft denken

Vergleichen Sie einen zukünftigen Eurobetrag nicht ungeprüft mit heutigen Ausgaben. Inflation kann die Kaufkraft verändern. Erstellen Sie besser mehrere einfache Szenarien für Lebenshaltung, Wohnen und mögliche zusätzliche Ausgaben, ohne eine einzige Entwicklung als sicher zu unterstellen.

Die Broschüre der Deutschen Rentenversicherung zur Altersvorsorge bietet einen Überblick über Planungsfragen und Vorsorgewege. Individuelle Renten- und Steuerfragen sollten anhand Ihrer konkreten Situation geklärt werden.

Vertragsform und Anlageinhalt auseinanderhalten

Ein ETF im eigenen Depot, eine fondsgebundene Versicherung und eine betriebliche Lösung können teilweise ähnliche Kapitalanlagen nutzen, unterscheiden sich aber bei Kosten, Bindung, Garantien und Auszahlung. Prüfen Sie deshalb sowohl den Vertrag als auch die Anlagen darin.

Stellen Sie dieselben Fragen an jedes Angebot: Welche Leistungen sind garantiert, welche nur beispielhaft berechnet? Welche Kosten fallen bei Abschluss, während der Laufzeit und bei Änderungen an? Was passiert, wenn Beiträge zeitweise nicht gezahlt werden können?

Nachhaltigkeit langfristig nachvollziehbar halten

Welche Ausschlüsse gelten verbindlich? Können die Fonds oder Regeln geändert werden? Welche Auswahlmöglichkeiten haben Sie später? Bei einem langfristigen Vertrag ist auch relevant, wie Sie über solche Änderungen informiert werden.

Dokumentieren Sie Ihre wichtigsten Kriterien schriftlich. Ein späterer Produktwechsel ist nicht automatisch sinnvoll, weil Kosten und verlorene Vertragsvorteile entstehen können. Bestehende Verträge sollten daher vor einer Kündigung individuell geprüft werden.

Auch die Auszahlungsphase planen

Überlegen Sie, ob später ein laufendes Einkommen, flexible Entnahmen oder beides benötigt wird. Ein Depotwert ist nicht dasselbe wie eine lebenslang zugesagte Zahlung. Gleichzeitig können Garantien mit Bindungen und Kosten verbunden sein.

Eine Übersicht mit fünf Spalten hilft: vorhandene Versorgung, zusätzlicher Bedarf, verfügbarer Beitrag, Flexibilität und Nachhaltigkeitsanforderungen. Ergänzend lesen Sie Fondskosten verstehen und Risiko, Rendite und Liquidität abwägen.